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Weserkurier Bericht vom August 2007

"Ziel ist der Dialog mit dem Unbewussten"

Heilpraktikerin Ingrid Dwertmann informierte in einem Vortrag über Hintergründe und Einsatzmöglichkeiten von Hypnose

Von unserer Mitarbeiterin
Julia Ladebeck

LESUM. Hypnose - mit diesem Begriff sind zahlreiche, nicht eben positive Bilder verbunden. Szenen aus dem Fritz Lang-Film "Dr. Mabuse", in dem der wahnsinnige Verbrecher Menschen per Hypnose manipuliert. Oder Shows, in denen ein Hypnotiseur seine Zuschauer mit einem Pendel dazu bringt, verrückte Dinge zu tun. Um mit diesen oder ähnlichen Vorstellungen aufzuräumen, hatte Heilpraktikerin Ingrid Dwertmann zu einem Vortrag in ihr Lesumer Gesundheitsatelier eingeladen.Unter dem Titel "Was ist eigentlich Hypnose?" informierte sie über Hintergründe, Ziele und Einsatzmöglichkeiten dieser Behandlungsform. "Mir fällt immer wieder auf, dass es in der Bevölkerung bestimmte mystische Vorstellungen von Hypnose gibt, die oft mit Ängsten vor Fremdsuggestion zu tun haben", erklärte die Heilpraktikerin für klassische Homöopathie, die selbst mit Hypnose arbeitet. Mit so genannter Show- oder Bühnen-Hypnose habe diese Form der Behandlung jedoch rein gar nichts zu tun. "Hypnose hängt mit dem Unbewussten zusammen. Seit Jahrtausenden wird sie in verschiedenen Kulturen angewendet, um in Trance Antworten auf schwierige Lebensfragen zu finden." Heute wird sie in vielen Gebieten der Medizin, Zahnmedizin und Psychotherapie eingesetzt."Dem Unbewussten wird in unserer Gesellschaft oft eine halb unwirkliche, an den Glauben gekoppelte, vielleicht sogar unheimliche Halbexistenz zugeschrieben. Das Bewusstsein hat einen viel höheren Stellenwert. Erfahrungen, auch frühkindliche, werden aber im unbewussten Gedächtnis gespeichert und beeinflussen unser Verhalten." Durch intuitive Entscheidungen, Stimmungen oder Träume meldet sich das Unbewusste zu Wort. Auch durch körperliche Symptome kann das Unbewusste versuchen, sich dem Bewusstsein des Menschen mitzuteilen. "In Hypnose kann mit früheren Erfahrungen und daran gekoppelten Verhaltensweisen aufgeräumt werden."Sie betonte: "Im Alltag gibt es ebenfalls eine Form von Trance, in die wir zum Beispiel beim Autofahren kommen können. Dann erinnern wir uns später an einen bestimmten Streckenabschnitt nicht mehr." Bei der psychologischen und medizinischen Anwendung von Hypnose wird diese Fähigkeit zur Alttagstrance gefördert. "Die psychologisch arbeitende Hypnose hat das Ziel, den Menschen in eine Korrespondenz mit den Erfahrungen in seinem Unbewussten treten zu lassen." Gleichzeitig sollen positive Fähigkeiten und Ressourcen aktiviert werden, um das Selbstvertrauen zu stärken. "Körperliche und psychische Probleme und Ängste können mit Hypnose behandelt werden. Ausgenommen sind Psychosen und schwere psychische Erkrankungen.""Die Trance, in die der Patient bei der Hypnose fällt, ist ein tiefer Entspannungszustand - ähnlich wie beim autogenen Training. Er entscheidet dabei selbst, wie tief er in die Entspannung hineingeht." Bei der Einleitung in eine Hypnose wird die Aufmerksamkeit auf das innere Erleben gelenkt, um die Entspannung und ein körperliches Wohlgefühl herzustellen. "Der Therapeut fordert den Patienten auf, sich auf seinen Atem und seinen Körper zu konzentrieren." Im Entspannungszustand sinkt die Herzfrequenz, der Blutdruck und der Muskeltonus. "Um das Bewusstsein dann zu beruhigen und zu beschäftigen, wird der Patient aufgefordert sich auf einen Gegenstand zu konzentrieren oder rückwärts zu zählen."Während der gesamten Hypnosephase kann der Patient hören, was der Hypnotiseur sagt und tut, er kann die Behandlung jederzeit abbrechen. "Er ist nicht völlig weggetreten. Da sind einige Patienten anschließend richtig enttäuscht." Je nach Zielsetzung, die in einem vorangehenden Gespräch genau und positiv formuliert wird, geht der Hypnotiseur weiter vor. "Es sind Zeitreisen in erlebte Situationen möglich, außerdem werden dem Patienten bestimmte Techniken zur Problemlösung angeboten. Der Patient tritt dabei in einen Dialog mit seinem Unbewussten."Für die richtige Wahl des Hypnose-Therapeuten empfahl Ingrid Dwertmann einige Kriterien zu beachten: "Es sollte jemand mit Qualifikationen sein, kein Magier. Auch die Geschlechterwahl kann eine Rolle spielen. Hören Sie vor allem auf Ihre Intuition - auf das, was Ihr Unbewusstes Ihnen sagt."
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