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Heilpraktikerin Ingrid Dwertmann0421 / 24 35 13 72

Geschichten

Eröffnung des Gesundheitsateliers in Lesum aus der Sicht einer Osterholz - Scharmbecker Patientin


Frieda und Anneliese über Wehwehchen und Praxiseröffnung inne Stadt

Versetzen wir mal Frieda und Anneliese nach Scharmbeckstotel. Dort begegnen sie sich morgens im Dorf. Anneliese schleppt einen großen Melkeimer mit sich.

Anneliese: „Frieda, wo wist du alter Humpel denn schon annen frühen Morgen wieder hin?“

Frieda: „Ach Anneliese, ich muss mal wieder nache Dwertmannsche – ich hab wieder son Reißen inn mein linkes Knie und da hat se mir letzes Mal sone herrliche Pferdesalbe für gegeben – ruck zuck draufgeschmiert und du fühlst dein Bein überhaupt nicht mehr.“

Anneliese: „Frieda, das war doch bestimmt diesen Doktor Niehwöhner-Kuhfuss am Ende, der jetzt dreimal inne Woche inne Praxis vonne Dwertmannsche Tiere behandelt!

Frieda: „Stimmt, da war letztesmal gar nich se selbst da, ich hab mich schon gewundert, warum se jetzt ´nen Assistenten ausse Tierheilkunde bei sich inne Praxis aufgenommen hat, aber der hat mir so herrlich geholfen, Anneliese – ich will ne heute gleich mal fragen, ob er in Notfall auch Hausbesuche macht?! Nur bloss: Wo iss se denn selbst eigentlich immer hin?“

Anneliese: „Nach Stadt!“

Frieda: „Nach Stadt?“

Anneliese: „Jaha, da komm ich man grad her, da hat se doch ne zweite Praxis eröffnet.“

Frieda: „Und wieso kommste da morgens von wech? Macht se jetzt auch Mondscheinbehandlungen?“

Anneliese: „Man Frieda, die hat gestern Eröffnungsfeier gehabt. Und ich hab se doch versprochen, dass ich da meinen ökologischen Rosenproseeko mitbringe.“

Frieda: „Wie machste denn den?“

Anneliese: „Ich füll einfach den billigen Soave von Aldi in mein Trinkwassersprudler, dann fft, fft nen bißchen Kohlensäure oben drauf und dann kipp ich eine Flasche nach der anderen in mein Melkeimer und am Ende kommen dann Blätter von diese herrlichen Rosen aus Südamerika drauf – was ne feine Bowle und vonne ganzen Chemie vonne Rosen wirkt die nochmal so gut!“

Frieda (pikiert): „Sü, so siehst du wohl auch aus, Anneliese, als hätste dir das letzte bißchen Verstand aussen Kopp getrunken!“

Anneliese: „Das de das man weißt Frieda – ich bring da gestern abend meinen ökologischen Rosenproseeko in mein Melkeimer hin - was haben sich das die ganzen Püschologen, Künstlers, Yogis und der Neulandschlachter innen Kopp geknallt – und frach se so beiläufig, ob se was gegen mein Zucken in das linke Auge hat. Gibt se mir son paar weiße Kügelchen, nen bisschen kleiner als Liebesperlen und auffe Packung stand was von Pilze und ich lutsch die so weg und trink noch nen Glas von das Rosengesöff und denn bin ich nur noch auf sonne Yogamatte gesunken und hab gepennt bis heute der erste Frühbus wieder ausse Stadt gefahren ist.“

Frieda: „Das Zucken von dein linkes Auge sieht man gar nicht mehr Anneliese, dafür kriste dein linkes Auge aber gar nicht mehr auf, sieht man gediegen aus! Sollst man auch vonne Pferdesalbe draufschmieren!“

Anneliese: „Dat ist man bloss die Erstreaktion Frieda, danach guck ich wieder geschmeidich ausse Wäsche.“

Frieda: „Na denn warten wa mal auf deine Zweitreaktion Anneliese, wenn du danach man überhaupt noch was kannst. Sonst musste wohl wieder hin zu se oder zu Doktor Horstschlämmer, der spritzt mir immer mit so herrliche Kortisonspritzen inne Mäse, da fühlste dich wie nach Christi Geburt.
Aber sach mal, was macht se denn da noch alles inn ihre Praxis inne Stadt? Hier in Dorf verteilt se doch nur die weißen Zauberkügelchen wo ich letztes Mal drei Wochen Schluckauf von hatte bis mir Sickendieks Harro in Hintern gebissen hat, als ich morgens um vier die „Gala“ ausse Gartenlaube klauen wollte.“

Annliese: „Frieda, das is man nen ganz breites Angebot da, die Menschen vonne Stadt sind ja nich einfach mit so Kügelchen abzuspeisen – die wollen mehr für ihr Geld. Also kannste da jetzt inne Praxis meditieren. Da machste die Klüsen dicht und se erzählt dir ne schöne Geschichte wie früher unse Omma, wenn wir abends einschlafen sollten.“

Frieda: „Und was passiert denn?“

Annliese: „Denn weckt se ihre Patienten wieder und se gehen ganz beseelt ausse Praxis zurück in ihren Alltag und hauen sich ann nächsten Tach wie immer de Köppe ein, nur bewusster!“

Frieda: „Das iss doch alles Hexerei Anneliese. Se soll ja auch mal welche hypnotisieren, hat se hier in Dorf ja auch schon gemacht: Daraufhin hat der Bunkenmöller seine Katze nicht mehr gequält und Schröders Frau frisst ihrn Mann auch nicht mehr abends die Chips alle wech, die soll schon nen ganz dünnen Hals haben!“

Anneliese: „Das de das man weißt. Das solltest du auch mal machen lassen, damit du nachen Essen nich immer so viel rumrülpst. Ich will ja größtenteils nachen Yoga gehen, damit ich wieder überall son bißchen geschmeidiger werde!“

Frieda: „Das ist doch wohl nen faulen Zauber, Anneliese. Da liegste betroffen son bißchen gemütlich auf ne Matte rum, streckst mal nen Arm oder Bein inne Luft und dann willste an Ende richtig Sport gemacht haben. Da hack ich doch lieber drei Stunden Rüben für! So und jetzt muss ich los nach ihrn Assistent, meine Pferdesalbe holen.“

Autor: Merve Schröder
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